In Madrid ticken die Uhren anders

Zwei Stunden Zeitverschiebung!

Wie, zwei Stunden Zeitverschiebung?? Oh ja! Ich will es Ihnen erklären…

Während die Menschen im nördlichen Teil Europas gerne schon mal Frühaufsteher sind, oder es zumindest gewohnt sind, den Tag möglichst früh zu starten, haben wir in Madrid eine gewisse Zeitverzögerung. Das liegt nicht an der Siesta, die ohnehin nicht mehr in diesem Sinne existiert (zumindest in Madrid nicht wirklich).

Wenn wir uns die durchschnittlichen Uhrzeiten einer Firma ansehen, beginnt der Arbeitstag um 9 Uhr morgens. Um 14 Uhr, teilweise auch erst um 15 Uhr, wird eine Stunde Mittagspause gemacht, und die Leute strömen in die Restaurants, wo ein günstiges Mittagsmenü angeboten wird. Um 19 Uhr, also nach 8 Stunden + einer Stunde Mittagszeit, fährt man nach Hause.

Dann isst man in der Regel nicht vor 21 Uhr zu Abend, genau dann, wenn auch die Nachrichten im Fernseher laufen, und zwar eine Stunde lang. Während in Deutschland um 20 Uhr die Tagesschau läuft und um 20.15 Uhr der Tatort beginnt, fängt in Madrid um 22 Uhr der Spielfilm an, und man geht am Ende des Tages gegen Mitternacht ins Bett. (Es gibt natürlich Ausnahmen…).

Wenn wir unsere Tour also unter der Woche um 16 Uhr starten, ist das eine perfekte Zeit. Ähnlich verhält es sich, wenn die Tour am Samstag oder Sonntag beginnt. Um 9 Uhr morgens ist Madrid am Wochenende noch im tiefsten Dornröschenschlaf. Perfekter Start, um in das tolle Ambiente am Wochenende einzusteigen, ist 10 oder 11 Uhr, damit wir dann pünktlich zu Mittag in das Tapasambiente einsteigen. Schliesslich wollen wir die Stadt ja wie die Einheimischen erleben, oder?!